StudyBuddy vs. Anki: Welche Karteikarten-App passt zu dir?
Von StudyBuddyZuletzt aktualisiert:
Anki ist ein Karteikarten-Programm für Desktop, Android und iOS, dessen Karten lokal auf dem Gerät liegen; FSRS (wahlweise) berechnet aus deinen Antworten, wann du eine Karte vergisst. Die Karten baust du selbst oder lädst fertige Decks. StudyBuddy erzeugt die Karten aus deinem Skript, mit Dokument und Seite, und hängt Chat, Probeklausuren mit Freitext-Bewertung und Notizen an denselben Kurs. Die Wiederholung ist einfacher als bei Anki: feste Intervalle statt Vergessensmodell.
Was Anki ist
Anki ist ein Karteikarten-Programm von Damien Elmes (Ankitects Pty Ltd). Die Desktop-Version für Windows, macOS und Linux ist kostenlos und quelloffen, AnkiDroid für Android ebenfalls. AnkiDroid ist ein eigenes Projekt von Freiwilligen. AnkiMobile für iPhone und iPad kostet einmalig 29,99 € im deutschen App Store (Stand: September 2026), und dieser Erlös finanziert laut Anbieter die Entwicklung. Abos gibt es keine. Die Synchronisation über AnkiWeb ist gratis; die Karten liegen lokal auf dem Gerät.
Der Kern ist der Wiederholungs-Algorithmus: klassisch SM-2, seit Version 23.10 wahlweise FSRS. FSRS berechnet aus deinen Antworten ein Vergessensmodell und zeigt die Karte wieder, kurz bevor du sie voraussichtlich vergisst. Die gewünschte Behaltensrate stellst du selbst ein, Standard sind 90 Prozent. Kartentypen: Vorder- und Rückseite, Lückentext, Bildverdeckung. Dazu kommen Add-ons am Desktop und eine große Bibliothek geteilter Decks, in Deutschland etwa Ankizin und die AMBOSS-Decks für Medizin.
Karten aus einem PDF oder Skript erzeugt Anki selbst nicht (Stand: September 2026); das leisten nur Add-ons von Dritten am Desktop oder externe Werkzeuge. Seit Februar 2026 leitet das Unternehmen AnkiHub Entwicklung und Betrieb von Anki mit; Open Source, kostenlose Synchronisation und der Preis der iOS-App bleiben laut Ankündigung unverändert.
Was StudyBuddy anders macht
StudyBuddy setzt eine Stufe früher an. Du baust keine Karten, du lädst das Skript hoch:
- Karteikarten aus deinem Skript. 1 bis 50 Karten pro Deck, wahlweise für bestimmte Kapitel oder Themen; jede Karte nennt Dokument und Seite. Bei Anki schreibst du die Karten selbst oder lädst ein fertiges Deck. Das Handbuch nennt das eigene Deck den wirksamsten Weg, ein komplexes Fach zu lernen; Zeit kostet es trotzdem.
- Chat mit Quellenangabe bis zur Seite. Fragen an das Skript, Antwort mit Dokument und Seite. Anki hat keine Dokumente, also auch keinen Chat.
- Freitext-Probeklausuren mit KI-Bewertung. Du schreibst die Antwort aus, die KI vergibt Punkte, begründet sie pro Kriterium und markiert, was fehlt. Anki vergleicht bei „Antwort eintippen“ nur Zeichen mit dem hinterlegten Feld; ob du es wusstest, entscheidest du selbst.
- Zusammenfassungen als editierbarer Lernzettel.
Bei der Wiederholung ist Anki voraus. StudyBuddy fragt nach jeder Karte: nochmal, schwer, gut oder leicht. Danach kommt sie sofort wieder, nach 10 Minuten, nach einem Tag oder nach vier Tagen. Ein Vergessensmodell wie FSRS gibt es nicht, einen Export nach Anki auch nicht. Wer seit Jahren ein Anki-Deck pflegt, hat keinen Grund, es aufzugeben. StudyBuddy passt für die Karten, die es noch nicht gibt: zum neuen Skript, für die Klausur in vier Wochen.

StudyBuddy und Anki im Vergleich
| Kriterium | StudyBuddy | Anki |
|---|---|---|
| Inhaltsquelle | Ausschließlich deine hochgeladenen Unterlagen (PDF, DOCX, PPTX, TXT bis 50 MB, Fotos von Mitschriften) | Karten, die du selbst schreibst oder importierst (CSV, TSV, .apkg), plus geteilte Decks von AnkiWeb |
| Karten erstellen | Die KI erzeugt Frage-und-Antwort-Karten aus dem Skript, 1 bis 50 pro Deck, jede mit Dokument und Seite | Von Hand: Vorder- und Rückseite, Lückentext, Bildverdeckung; KI-Erzeugung aus Dokumenten nur über Add-ons von Dritten am Desktop |
| Wiederholung | Feste Intervalle nach deiner Bewertung: nochmal, 10 Minuten, 1 Tag, 4 Tage | SM-2, seit Version 23.10 wahlweise FSRS mit einstellbarer Behaltensrate (Standard 90 Prozent); Anki plant die nächste Wiederholung für den Zeitpunkt, an dem du die Karte voraussichtlich vergisst |
| Chat zu deinen Dokumenten | Ja, jede Antwort nennt Dokument und Seite | Nein, Anki verarbeitet keine Dokumente |
| Probeklausur-Format | Freitext mit KI-Bewertung deiner Antwort (Punkte und Begründung, 3 Schwierigkeitsgrade), zusätzlich Multiple Choice | Keine; bei „Antwort eintippen“ vergleicht Anki Zeichen mit dem hinterlegten Feld, die Bewertung triffst du selbst |
| Plattformen und Offline | Web-App im Browser, braucht eine Verbindung; keine native App | Desktop (Windows, macOS, Linux), AnkiDroid, AnkiMobile; AnkiWeb im Browser nur als Ergänzung für einfache Textkarten; Daten lokal, Synchronisation optional |
| Export und Import | Datenexport deines Kontos als JSON; kein Anki-Export, kein Deck-Import | Export als .apkg oder Text; Import von CSV, TSV und .apkg |
| Datenschutz und Serverstandort | Dokumente und Daten in Frankfurt gespeichert; KI-Verarbeitung über OpenAI und Anthropic, keine Nutzung deiner Unterlagen als Trainingsdaten; Datenexport und Konto-Löschung samt aller Daten | Karten liegen lokal auf deinem Gerät; AnkiWeb speichert bei Synchronisation Karten, Medien und Lernverlauf in Rechenzentren „in der EU und den USA“ (Datenschutzerklärung, Stand 2021) und darf den Lernverlauf ohne Karteninhalte für Statistik und Forschung nutzen; Konto löschbar; nach 6 Monaten ohne Nutzung kann die AnkiWeb-Kopie gelöscht werden, lokale Karten bleiben |
| Preis-Einstieg (Stand: September 2026) | Free dauerhaft 0 €; Pro 9,99 €/Monat zur Beta (statt 19,99 €), im Jahresabo 4,99 €/Monat | Desktop, AnkiDroid und AnkiWeb kostenlos; AnkiMobile für iOS einmalig 29,99 € im deutschen App Store; keine Abos |
Angaben zu Anki nach Handbuch, Datenschutzerklärung und App-Store-Seite des Anbieters, Stand: September 2026. AnkiDroid ist ein eigenes Projekt von Freiwilligen, unabhängig von Ankitects.
Für wen Anki passt
Du lernst Vokabeln, Medizin oder Jura mit einem fertigen Deck wie Ankizin oder den AMBOSS-Karten. Oder du hast dein eigenes Deck über Jahre aufgebaut und willst Kartentypen, Vorlagen und Algorithmus selbst einstellen. Du lernst am Handy im Zug mit Karten, die auf dem Gerät liegen, willst nichts abonnieren und nimmst die Einarbeitung in Kauf. Dann bleibt Anki das Werkzeug.
Für wen StudyBuddy passt
Du hast ein neues Skript und vier Wochen bis zur Klausur. Karten hattest du bisher keine: 200 Stück zu tippen dauert zu lang. Du willst zum Skript auch Fragen stellen und ausformulierte Antworten bewerten lassen, mit Dokument und Seite als Quelle. Die Wiederholung darf einfacher sein als FSRS, wenn dafür die Karten überhaupt entstehen. Dann ist StudyBuddy die passendere Wahl.
Häufige Fragen
- Ist Anki kostenlos?
- Die Desktop-Version für Windows, macOS und Linux ist kostenlos und Open Source, AnkiDroid für Android ebenfalls. AnkiWeb im Browser ist gratis, aber nicht quelloffen. AnkiMobile für iPhone und iPad kostet einmalig 29,99 € im deutschen App Store (Stand: September 2026); der Erlös finanziert laut Anbieter die Entwicklung, ein Abo gibt es nicht. AnkiHub Premium ist ein separater Bezahldienst eines Drittanbieters und für Anki nicht nötig.
- Kann Anki Karteikarten aus einem PDF oder Skript erstellen?
- Anki selbst nicht (Stand: September 2026). Das Handbuch kennt Import aus Textdateien (CSV, TSV) und .apkg-Paketen, keine Dokumente und keine KI-Erzeugung. Auf AnkiWeb gibt es Add-ons von Dritten, die mit ChatGPT Karten bauen; sie laufen nur am Desktop, in AnkiMobile und AnkiDroid nicht. In StudyBuddy lädst du das Skript hoch und bekommst 1 bis 50 Karten pro Deck, jede mit Dokument und Seite als Quelle.
- Ist die Wiederholung in StudyBuddy so gut wie in Anki?
- Nein. Wenn du FSRS aktivierst, berechnet Anki aus deinen Antworten ein Vergessensmodell und zeigt die Karte dann wieder, wenn du sie voraussichtlich vergisst; die gewünschte Behaltensrate stellst du selbst ein, Standard sind 90 Prozent. StudyBuddy arbeitet mit festen Intervallen: nochmal, 10 Minuten, 1 Tag, 4 Tage. Wer ein Deck über Jahre pflegt, ist bei Anki besser aufgehoben. StudyBuddy setzt eine Stufe früher an: Die Karten entstehen aus dem Skript, ohne dass du sie tippst, und dieselbe Quelle trägt auch Chat und Probeklausur.
- Kann ich StudyBuddy-Karten nach Anki exportieren?
- Nein. StudyBuddy exportiert deine Kontodaten als JSON (Kurse, Dokumente, Karten, Lernverlauf), aber keine .apkg- oder CSV-Datei für Anki, und ein Import von Anki-Decks fehlt ebenfalls. Wer beides nutzen will, führt die Decks getrennt.
- Hat Anki einen KI-Chat oder Probeklausuren?
- Nein. Anki zeigt Karten und fragt nach deiner Bewertung. Beim Kartentyp „Antwort eintippen“ vergleicht es deine Eingabe zeichenweise mit dem hinterlegten Feld; ob du es wusstest, entscheidest du laut Handbuch selbst. In StudyBuddy fragst du dein Skript im Chat, die Antwort nennt Dokument und Seite; in der Probeklausur schreibst du Antworten aus, die KI vergibt Punkte, begründet sie pro Kriterium und markiert, was fehlt.
- Wie geht Anki mit meinen Daten um?
- Ohne Synchronisation bleiben die Karten auf deinem Gerät. Nutzt du AnkiWeb, speichert Ankitects deine Karten, Medien und den Lernverlauf in Rechenzentren „in der EU und den USA“, so die Datenschutzerklärung von 2021; den Lernverlauf ohne Karteninhalte darf der Anbieter für Statistik und Forschung nutzen. Das Konto lässt sich löschen. Nach 6 Monaten ohne Nutzung kann die Kopie auf AnkiWeb gelöscht werden; die lokalen Karten auf deinem Gerät bleiben. StudyBuddy speichert Dokumente und Daten in Frankfurt, verarbeitet KI-Anfragen über OpenAI und Anthropic, nutzt deine Unterlagen nicht als Trainingsdaten und löscht auf Wunsch das Konto samt aller Daten.
- Was kostet StudyBuddy?
- Der Einstieg ist dauerhaft kostenlos: Der Free-Plan enthält 2 Kurse, 5 Dokumente, 100 MB Speicher sowie 30 Chat-Nachrichten, 2 Prüfungen und 2 Karteikarten-Decks pro Monat, ohne Kreditkarte. Wer mehr braucht, zahlt für Pro während der Beta 9,99 € pro Monat (regulär 19,99 €) oder 4,99 € pro Monat im Jahresabo, kündbar zum Ende des Abrechnungszeitraums.
Probier es mit einem Kapitel aus
Lade ein Kapitel deines Skripts hoch, lass ein Deck erzeugen und prüfe an der Quellenangabe, ob die Karten zum Text passen. Der Free-Plan reicht dafür aus und kostet nichts.